Etappe der Instandsetzung abgeschlossen
Das Schulhaus Gubel A in Zürich Oerlikon wurde in den vergangenen zwei Jahren umfassend instand gesetzt, energetisch optimiert und den aktuellen Vorschriften angepasst.

Das Schulhaus Gubel A wurde 1904 vom Architekten Adolf Asper im Heimatstil erbaut. Es ist der frühe Vertreter eines Schulhauses, das über seitliche an der Fassade liegende Gänge verfügt, die gut belichtet sind und als Spiel- und Pausenräume dienen. Die Sporthalle mit dem ehemaligen Abwartshaus und der gebäudeverbindenden Pausenhalle aus dem Jahr 1910 sind im gleichen Stil gehalten. Das Schulhaus Gubel B vom Architekten Karl Scheer aus dem Jahr 1933 ergänzt das Ensemble. Alle Gebäude der Schulanlage Gubel inklusive Umgebungsflächen befinden sich im kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte respektive im Inventar der schützenswerten Gärten und Anlagen.
Instandsetzung notwendig
Die mittlerweile in die Jahre gekommene Schulanlage Gubel benötigte dringend bauliche Massnahmen. Dank einer Instandsetzung in zwei Etappen und dem Einsatz von Provisorien kann der Schulbetrieb während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden. Der ursprünglich im Sommer 2019 angesetzte Bauabschluss der ersten Etappe konnte aufgrund des unvorhersehbaren Zustands von Teilen der Bausubstanz sowie eines Brands auf der Baustelle im Februar 2019 nicht eingehalten werden und hat sich um ein halbes Jahr verzögert. Die erste Etappe, die Instandsetzung des Schulhauses Gubel A, ist jetzt jedoch abgeschlossen. Der Schulbetrieb im Schulhaus Gubel A, der Betrieb im Mitteltrakt und die Nutzung der Sporthalle Gubel für den Schul- und Vereinssport konnten im Februar wieder aufgenommen werden.
Sorgfältig erneuert
Das Schulhaus Gubel A befindet sich einschliesslich Pausenhalle sowie angrenzender Sporthalle im kommunalen Inventar schützenswerter Bauten. Bei der Erneuerung der Oberflächen in allen Räumen und beim Ersatz des Mobiliars richtete man sich deshalb bei der Wahl der Materialien und Farben nach dem historischen Bestand. Die Instandsetzung beinhaltete ausserdem akustische Massnahmen an den Oberflächen sämtlicher Räume. Die Sportgarderoben wurden den heutigen Bedürfnissen angepasst und unter die Sporthalle verlegt. Zur energetischen Ertüchtigung der Gebäudesubstanz wurden die beiden Gebäudeteile (Schulhaus und Sporthallentrakt), wo nötig, gedämmt, die Gebäudetechnik instand gesetzt und sämtliche Fenster ersetzt. Zur Nachtauskühlung und Hitzeminderung während der Sommermonate wurden automatisierte Fensterflügel und Sonnenstoren eingebaut. Schliesslich wurden die aktuellen feuerpolizeilichen Auflagen eingelöst. Die neue Liftanlage und entsprechend gestaltete Zugangswege erfüllen zudem die Anforderungen an ein barrierefreies Schulhaus.
Abschluss der zweiten Etappe
Die Bauarbeiten der zweiten Etappe beim Schulhaus Gubel B dauern voraussichtlich noch bis Anfang 2021. Diese werden nebst der Gesamtinstandsetzung des Schulhauses im Wesentlichen Umgebungsarbeiten sowie den Einbau einer neuen Regenerierküche umfassen. Damit können weitere 50 Kinder verpflegt werden, was der steigenden Anzahl Schülerinnen und Schüler sowie der anhaltend hohen Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Einzugsgebiet der Schulanlage Gubel Rechnung trägt.
Bautafel
Objekt Schulanlage Gubel
Bauherrschaft Stadt Zürich
Eigentümervertretung Immobilien Stadt Zürich
Bauherrenvertretung Amt für Hochbauten
Bauetappe 1 Mai 2018 bis Februar 2020
Bauetappe 2 Februar 2020 bis Februar 2021
Architektur Nik Biedermann Architekten, Zürich




