Naturstein schafft Mehrwert
Als hochwertiges, vielseitiges Produkt ist der ökologische Baustoff Naturstein auch bei Umbauten und Renovationen gefragt.

Von Robert Stadler (Text und Bilder)«Naturstein» ist der Sammelbegriff für eine enorm grosse Vielfalt an Festgesteinen. Die bekanntesten und meistgenutzten Gesteinsarten sind Granit, Gneis, Quarzit, Kalkstein, Marmor, Muschelkalk, Travertin und Sandstein. Weltweit werden heute mehrere Tausend Steinsorten gehandelt. Allein das Angebot der in der Schweiz gewonnenen Natursteine besteht aus etwa 50 Sorten-Bezeichnungen. Dank laufend verbesserten Abbau- und Verarbeitungsmethoden konnten die Preise in den letzten zwanzig Jahren stabil gehalten oder gar gesenkt werden. Das macht den einst als teuer verschrienen Baustoff auch in wirtschaftlicher Hinsicht konkurrenzfähig.
Grossverteiler setzt auf Tessiner Steinböden
Es ist die bisher grösste Naturstein-Lieferung für einen einzigen Auftraggeber in der Schweiz: Vor bald zwanzig Jahren entschied die Geschäftsleitung von Coop Schweiz, bei sämtlichen Neu- und Umbauten ihres heute etwa 1500 Verkaufs-Stellen umfassenden Filialnetzes Fussböden aus Onsernone-Gneis einzubauen. Das Material stammt aus einem Steinbruch im Vergeletto-Tal, einem Seitenast des Onsernone-Tals im Tessin. Tausende von Rohblöcken zur Herstellung von bisher über 1 Mio. m² Bodenbeläge sind seither aus dem Berg gesprengt, ins Tal transportiert, zu Platten gesägt, weiterverarbeitet und schliesslich in neuen oder umgebauten Verkaufsläden verlegt worden. Die dunkelgrauen, teilweise mit helleren wolkigen Quarz-Zonen durchzogenen Steinböden gehören inzwischen zum festen Erscheinungsbild von mehreren Hundert Verkaufsgeschäften. Die durch den Publikumsverkehr sowie durch Reinigungs- und Transportmaschinen stark strapazierten Beläge haben sich als widerstandsfähig und pflegeleicht erwiesen. Selbst die ersten, im Jahr 2001 ausgeführten Böden versehen ihren Dienst nach wie vor einwandfrei.
