Neues, traditionelles Gewand
Eine sanfte und gelungene Erneuerung mit traditionellen Materialien und Techniken bringt das historische Schulhaus Märit in Form für einen zeitgemässen Schulbetrieb. Die mit Reinsilikatfarbe von Beeck gestaltete Fassade prägt zusammen mit dem Schloss das Ortsbild von Erlach am Bielersee.

Das unter Denkmalschutz stehende alte Staatskornhaus aus dem Jahre 1699 wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Schulhaus umgebaut. Der mit dem Zeitturm städtebaulich wirkende und markante Bau wurde nach denkmalpflegerischen und schulischen Anforderungen saniert. Die Sanierung verbindet auf gekonnte Weise neue Elemente mit historischer Bausubstanz.Eine wichtige Rolle spielten in diesem Konzept die Farbmaterialien, die für die Renovation der Fassade und die Gestaltung der Innenräume ausgewählt wurden. In Zusammenarbeit mit der Thymos AG aus Lenzburg wurden die vorhandenen Anstriche sowie Untergründe sorgfältig analysiert und ein Materialkonzept für die Neugestaltung ausgearbeitet. Dabei kamen traditionelle reine Mineral-, Öl- und Emulsionsfarben von Beeck und Thymos zum Einsatz.
Harmonisch eingefügt
Der Fassadenputz auf Kalkbasis war mit einer Reinsilikatfarbe gefasst, die sich im Laufe der Jahre stark abgebaut hat. Der Putz profitierte von der positiven Eigenschaft echter Mineralfarben, sich im Laufe der Zeit durch sanften Schichtabbau zu reduzieren, ohne abzublättern. Die Fassade konnte nach einer gründlichen Reinigung wieder mit einer traditionellen, pulverförmig gelieferten Reinsilikatfarbe in zwei Anstrichen neu gefasst werden. Die Arbeiten wurden von der Maler- und Gipsergenossenschaft in Biel ausgeführt. Der Architekt Thomas de Geeter aus Zürich bewies mit der Farbtonwahl seine Kompetenz, sodass sich der für das Ortsbild prägende Bau harmonisch ins Ensemble einfügt. Im Innenbereich kamen scheuerbeständige Beeck-Innensilikatfarben sowie traditionelle Ölfarben von Rigo zum Einsatz. Die Harmonie der Farbtöne schafft eine behagliche und klassische Atmosphäre im Innern des Gebäudes, ohne altmodisch zu wirken. Die gestalterischen Details und geschickt gesetzte Zierelemente erfreuen das Auge des Betrachters.

