Im Rhythmus der Rillen

Ein Mehrfamilienhaus verdichtet eine Parzelle in Liebefeld. Die Beschichtung von Sto macht die Fassade lebendig, und zwar durch das bewusste Spiel zwischen horizontalen und vertikalen Elementen.

Beschichtung
Die Oberflächentechnik «Wien» von Sto ist eine vertikale Zahntraufeloptik. Foto: Daniel Werder, fotowerder.ch
Ein Mehrfamilienhaus verdichtet eine Parzelle in Liebefeld. Die Beschichtung von Sto macht die Fassade lebendig, und zwar durch das bewusste Spiel zwischen horizontalen und vertikalen Elementen.
Ein Sechsfamilienhaus ergänzt eine bereits bebaute Parzelle am Jägerweg in Liebefeld. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für Verdichtung der Wohnfläche im Inneren der Bauzonen und zeigt exemplarisch, wie diese ohne Beeinträchtigung der Wohnqualität erfolgen kann. Die dauerhaft bewohnte Bruttogeschossfläche konnte mehr als verfünffacht werden.

Privatsphäre trotz dichter Bebauung

Die natürlich gewachsene Quartierstruktur brachte einige Eigenschaften und Gegebenheiten mit sich, die den Entwurf massgeblich beeinflussten. Hervorgehoben werden die Orientierung und die volumetrische und baurechtliche Einpassung. Die Wohnungen verfügen über einen hohen Ausbaustandard. Durch unterschiedliche Orientierung der Wohneinheiten konnte trotz der dichten Bebauungsstruktur ein Maximum an Privatsphäre erreicht werden. Die Fassade vollführt das bewusste Spiel zwischen horizontalen und vertikalen Elementen. Die Fenster sind raumhoch und verstärken durch den stockwerküberspringenden Versatz die daraus resultierende horizontale Wirkung. Die Füllungen zwischen den Gurtgesimsen sind durch die vertikale Struktur des Rillenputzes klar als solche gekennzeichnet. Ein leichtes Grün dient als Grundfarbe für Fassade und Verputz. Im Nachgang wurden die Bereiche des Kamms weiss gestrichen. Das Farbenspiel variiert je nach Tageszeit, Saison und Wetter. Nicht nur die verschiedenen Lichtverhältnisse, auch bei einer Betrachtung aus verschiedenen Distanzen zeigen sich die verschiedenen «Kleider» des Gebäudes.

Akribische Planung

Für die Koordination der unterschiedlichen Fassadenelemente war eine akribische Planung notwendig. Die knappen Platzverhältnisse bedingten eine etappenweise Anlieferung der verschiedenen Bauteile wie Isolation, Gurtgesimse, Balkone, Fenster, Jalousien und Geländer. Das Gerüst musste zudem auf die jeweiligen handwerklichen Anforderungen der ausführenden Arbeitskräfte abgestimmt werden.

stoag.ch

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