Vollkommen CO2-neutral
Durch den Einsatz erneuerbarer und recycelbarer Werkstoffe sowie innovativer Fassadentechnologien wird der Campus «Suurstoffi» in Rotkreuz vollkommen CO2-neutral gebaut.

«Suurstoffi» – auch ein altes Industrieareal kann im Volksmund einen liebenswerten Namen haben. Dabei wurde auf dem 10 Hektar grossen Gelände in Rotkreuz nicht Sauerstoff, sondern zuerst Acetyl und später Leim hergestellt. Leider stellte sich der wirtschaftliche Erfolg nie wirklich bei diesem Gelände ein, viele Jahre lag es brach. 2010 nahm sich die Zug Estates AG des Areals an und lancierte ein Grossbauprojekt, das mit seiner konsequenten Nachhaltigkeit neue Massstäbe setzt. Innovative CO₂-freie Energiesysteme und zukunftsweisende Fassadentechnologien – wie die Aepli-Air-Control-(AAC)-Fassade von Aepli Metallbau mit ihren besten Dämm- und Schallwerten – sichern dem Gesamtareal eine hervorragende Ökobilanz.Dass Aluminiumbauteile bezüglich Wirtschaftlichkeit (günstig, langlebig, einfach im Unterhalt) und Design (formbar, ästhetisch, vielseitig) überzeugen, ist bereits bekannt. Dass dieses Material allerdings auch ökologisch wesentlich besser abschneidet, als viele glauben, das ist ebenso überraschend wie erfreulich. Aktuelle Berechnungen belegen diese Tatsache eindrucksvoll. Denn die neuesten Ökobilanzdatensätze aus der KBOB-Liste zeigen: Der Primärenergiebedarf von Aluminiumbauteilen ist von 2014 bis 2016 um über 20 Prozent gesunken. Was bedeutet, dass Aluminiumfenster bezüglich ihrer Nachhaltigkeit besser abschneiden als klassische Holz-Metall-Fenster. Der Grund dafür: Recycling! Denn das wertvolle Aluminium wird immer wieder neu aufbereitet statt verbraucht und kehrt so wieder in den Produktionsprozess zurück. Das reduziert den Energieaufwand deutlich und verbessert die Ökobilanz.
Diese Unterkonstruktion ist technologisch ganz oben
60 Meter ragt er in die Luft: Der höchste Holz-Beton-Hybridbau der Schweiz ist das markanteste Gebäude des Campus und weist mehrere Besonderheiten auf. Zum einen «justiert» es sich teilweise selbst. Denn Holz als lebendiger Baustoff wird gestaucht beziehungsweise verdichtet, sobald darauf Druck von oben wirkt. Genau das ist auch hier der Fall: durch das Gewicht der daran angebrachten Fassadenelemente. Bei der Endmontage weist das Gebäude dann absolut identische Höhen auf. Eine zweite Besonderheit ist die eigene Unterkonstruktion von Aepli Metallbau. Sie wurde über Jahre weiterentwickelt, wurde hier objektspezifisch angepasst und zeigte sich so wunderbar flexibel in der Anwendung, dass sie sogar auf den Holz-Beton-Kern des Hochhauses perfekt anwendbar ist.
Das Areal «Suurstoffi» nimmt in der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Denn das Ziel des Energiekonzepts ist das Prinzip «Zero-Zero»: ein komplett CO₂-freies Quartier. Um dieses Vorhaben zu erreichen, braucht es neben dem Einsatz von Holz auch innovative Technologien. Um beste Dämmwerte und damit eine grösstmögliche Energieersparnis zu erzielen, setzt man auf die AAC-Fassade. Diese Fassade ist eine geschlossene Doppelhautfassade (closed cavity). Das bedeutet, dass der Raum zwischen äusserer Prallscheibe und innerem Isolierglas mit konditionierter Luft (getrocknet und gereinigt) permanent über ein Leitungssystem gefüllt wird. Der geschlossene Zwischenraum bewirkt zudem, dass die inneren Seiten der Gläser nicht gereinigt werden müssen und die Beschattung keinerlei Verschmutzungen ausgesetzt wird.

