Im Dienste höchster Gebäudesicherheit
Der neue Hauptsitz des Versicherungsträgers für Feuer- und Elementarschäden (ECA) des Kantons Waadt brilliert mit einem gläsernen Neubau sowie mit umfassender Fassaden- und Brandschutzsysteme von Forster.

Tatsächlich sind die Aufgaben für Einrichtungen wie das ECA im Kanton Waadt in den letzten Jahrzehnten zusehends gewachsen. Die Abkürzung steht für Établissement cantonal d’assurance incendie et éléments naturels, welches auf kantonaler und kommunaler Ebene die Vertretung der Feuer- und Elementarschadensversicherung darstellt. Demografische Entwicklungen sowie fortschreitende Urbanisierung führen zu mehr Schadensfällen und einem erhöhten Bedarf an Schutz und Sicherheitsmassnahmen. Das gesteigerte Aktivitätsvolumen wiederum führte zur Entscheidung, der Versicherungseinrichtung einen adäquaten Neubau zur Verfügung zu stellen. Im Norden von Lausanne in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes Blécherette erwies sich ein Grundstück, das sich bereits im Besitz des Trägers ECA befand, als idealer Standort. Die Nähe zur Verkehrsinfrastruktur, zentrale Erreichbarkeit und landschaftliche Qualitäten fügten sich zum Projektstart von «ECAvenir» zusammen. Das Kunstwort spielt auf ein in die Zukunft blickendes Konzept an, für Architektur und Inhalt.
Einzigartige Konzentration
Bisher verteilten sich die verschiedenen Aufgaben auf mehrere Orte, nun kommen sie in einem Gebäudekomplex zusammen. Der Neubau beherbergt neben Büro- und Verwaltungsbereichen auch Räume für Ausbildung, Konferenzen und Ausstellungen. Zudem finden sich hier die zentralen Notrufstellen des Kantons, darunter Polizei, Feuerwehr und Ambulanz, sowie die Verkehrsleitstellen der Agglomeration Lausanne-Morges und weitere städtische und kantonale Infrastruktureinrichtungen für Sicherheit oder etwa Zivilschutz. Solch ein Zusammentreffen von gleich fünf verschiedenen Notfallzentren an einem einzigen Ort stellt eine Ausnahme innerhalb der Schweiz dar.

Vielschichtige Struktur
Für den Neubau des neuen Hauptsitzes wurde Ende 2014 ein Architekturwettbewerb lanciert. Das aufgrund der vielschichtigen Aufgaben verschachtelte, jedoch ausgeklügelte Konzept des Büros Architram Architecture et Urbanisme aus dem benachbarten Renens ging als Gewinner hervor. So findet etwa im Kern die Notrufzentrale als Ort höchster Sicherheit seinen Platz. Ringförmig entwickeln sich die Funktionen rund um einen zentralen Innenhof, der Tageslicht für die nach innen gerichteten Bereiche liefert. Eine grosszügige Rampe im Norden des Gebäudes bildet einen repräsentativen Eingang und führt die Besuchenden zur öffentlich zugänglichen ersten Etage. Hier befinden sich neben dem Empfang und den Ausbildungsstätten auch Ausstellungsräume mit anschaulichen Präventionsmassnahmen gegen Feuer und Gefahrenlagen sowie ein Restaurant. Zudem gruppieren sich die Büros des ECA auf den weiteren Ebenen und rund um den Innenhof als Orientierungspunkt. Mit dem Bau konnte 2018 begonnen werden. Trotz der Herausforderungen, die die Pandemiesituation bot, konnte der Hauptsitz des kantonalen Versicherers 2021 fertiggestellt werden.
Maximale Sicherheit
Mit einer Bruttogrundfläche von 16 500 Quadratmetern bietet der Neubau Platz für rund 280 Mitarbeitende und weitere Nutzergruppen. Im Sockelbereich und in den zwei Geschossen oberhalb der öffentlichen Ebene ist eine markante Aussenfassade in Form versetzter Trapezflächen ausgeführt, die eine Facettenstruktur simulieren. Plane Glasfassadenbänder im ersten Obergeschoss oder etwa zum Innenhof bilden dazu einen formalen Kontrast. Die Fassadenflächen sind als Pfosten-Riegel-Fassaden mit «forster thermfix vario» ausgeführt. Dabei lag der Fokus – ganz im Sinne des Gebäudeinhalts – auf maximaler Sicherheit: Brandschutz, Rauchabzug bis hin zu Einbruchschutz und Durchschusshemmung markieren die notwendigen Standards je nach Gebäudebereich. Die Ausführung erfolgte mit Fassaden-, Verglasungs- und Türsystemelementen von Forster Profilsysteme, die den erhöhten Sicherheitsaspekten sowie der Ästhetik und Nachhaltigkeit maximale Aufmerksamkeit widmen. So bildet etwa das System «thermfix vario» rund 3900 Quadratmeter Fassadenfläche im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, ebenso wie 2400 Quadratmeter Fassade rund um das lichtspendende Atrium im Gebäudekern. Innere Fassadenflächen bekleiden die Systeme «forster fuego light», die auch in Form von Brandschutztüren die Zugänge innerhalb der Büroetagen, zum Treppenhaus sowie im Bereich des Erdgeschosses als Übergang zum Innenhof darstellen. Neben der allgegenwärtigen Glashülle ergänzen Glasbrüstungen und -wände das helle, transparente und allseits kristalline Gebäudekonzept – stets unter Wahrung der Sicherheit für die Gebäudenutzenden und letztendlich auch für den gesamten Kanton.
Nicht zuletzt markieren hohe energetische und ökologische Standards in der Gebäudeausführung den zukunftsfähigen Ansatz, auf den der Neubau nicht nur dem Namen nach abzielt. Die Wahl des recyclingfähigen Fassadenmaterials aus Stahl oder Aluminium steht für Nachhaltigkeit – ein Wert, für den das Unternehmen Foster mit all seinen Produkten einsteht.