Die Wendeltreppe im Hotel Atlantis

Bei der Renovation des denkmalgeschützten Hotel Atlantis mussten unter anderem bei der Treppe strenge Auflagen beachtet werden.

Wendeltreppe
Die Wendeltreppe aus weissem Kunststein erstreckt sich über alle Stockwerke. Auf drei Etagen konnte die Original-Bausubstanz erhalten werden, der Rest der eleganten Treppe wurde originalgetreu nachgebildet.
Bei der Renovation des denkmalgeschützten Hotel Atlantis mussten unter anderem bei der Treppe strenge Auflagen beachtet werden.
ale. Das Zürcher Hotel Atlantis ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Ort. Die Geschichte des legendären Hotels reicht zurück bis 1970, als das «Atlantis» nach einer zweijährigen Bauzeit eröffnet wurde. Danach galt das elegante Hotel mit seinem dreiflügeligen, Y-förmigen Grundriss lange Zeit als eine Hotel-Ikone der 1970er-Jahre. Gebaut wurde das «Atlantis» nach den Plänen der Architekten Hans und Annemarie Hubacher in Zürich in Zusammenarbeit mit dem Architekten Peter Issler. Der Betreiber des Luxushotels ging 2004 in Konkurs, und Atlantis tauchte ab. Bis das Gebäude wieder seinem ursprünglichen Zweck dienen konnte, wurde es auf vielerlei Arten zwischengenutzt, zuerst als Asylunterkunft, dann als Wohnheim für Studierende.

Neuer Anfang

Doch Atlantis musste nicht lange in der Versenkung verweilen: 2013 begannen die Renovationsarbeiten. Der historische Bau sollte wieder zu einem Luxus-Hotel werden. Am 1. Dezember 2015 erstrahlte das wiedereröffnete Atlantis in neuem Glanz. Der Umbau war komplex: Viele Teile des Baus sind denkmalgeschützt, da es sich um ein «wichtiges Bauzeugnis der Nachkriegsmoderne in Zürich» handelt. Zu diesen geschützten Elementen gehörte etwa auch die formschöne Wendeltreppe aus Kunststein, die über alle Geschosse führt.

Originalgetreue Treppe

Mit der Renovation der Treppe wurde die K. Studer AG aus Frick beauftragt. Unter strengen Auflagen sanierte das Unternehmen die Wendeltreppe auf drei Stockwerken. Die Oberflächen wurden gereinigt, reprofiliert, überschliffen und imprägniert. Bei drei weiteren Stockwerken musste die Treppe originalgetreu nachgebildet werden. Dazu wurde die bestehende Treppe mithilfe eines Laser-Vermessungsgeräts rekonstruiert. Das bestehende Kunststein-Muster wurde mit Carrara-Marmor und Weisszement nachgebildet.

studer-ag.ch

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