Landschaftsarchitektur – Stadtentwicklung

Porta Nuova ist die grösste Stadtumbaumassnahme, die jemals im Herzen von Mailand durchgeführt wurde. Das Projekt erstreckt sich über die drei Quartiere Garibaldi, Varesine und Isola und umfasst eine Brachfläche von 290 000 m², deren Zustand sich seit über 50 Jahren mehr und mehr verschlechtert hatte.

Porta Nuova
Porta Nuova
Porta Nuova in Mailand (I)
(2006 bis 2014)Porta Nuova ist die grösste Stadtumbaumassnahme, die jemals im Herzen von Mailand durchgeführt wurde. Das Projekt erstreckt sich über die drei Quartiere Garibaldi, Varesine und Isola und umfasst eine Brachfläche von 290 000 m², deren Zustand sich seit über 50 Jahren mehr und mehr verschlechtert hatte. Die Landschaftsgestaltung konzentrierte sich auf die Schaffung eines grossen Parks und wurde durch ein Konzept für die Innenhöfe und die Hauptwege erweitert. Das Projekt fördert die Vision von Nachhaltigkeit in der Bewältigung städtischer, infrastruktureller und ökologischer Fragen. Die Neugestaltung der Porta Nuova gilt als eine natürliche Erweiterung der bestehenden Nachbarschaften und zielt darauf ab, die Geschichte und die Identität miteinander zu verknüpfen. Dieses Ziel wird durch Modernisierung und Umsetzung von qualitativ hochwertigen öffentlichen Räumen, neuen Plätzen, Fussgängerwegen und öffentlichen Gärten erreicht. Auf diese Weise ist das Gebiet nicht mehr nur eine Verbindung zwischen den drei Quartieren, sondern hat auch einen neuen Ort der Zusammenkunft geschaffen.Stadio della Roma in Rom (I)
(laufend seit 2014)Landschaftsarchitektur kann eine Schlüsselrolle in der Stadt-Entwicklung spielen. Das Design des neuen Stadions vom AS Roma ist der Katalysator für eine neue Landschaftsgestaltung des Gebiets Tor di Valle, eines rund 100 ha grossen Areals im Südosten Italiens. Es befindet sich in einer Flussschleife des Tibers zwischen den Bahnhöfen Tor di Valle und Magliana. Die neue Landschaftsgestaltung führt zur Verbesserung der fragmentierten Landschaften der Tiberebene. Mit dem Projekt Stadio della Roma Tor di Valle wird ein ehemaliges Problem in Potenzial umgewandelt: Mit Hilfe gezielter Massnahmen und durch den Einsatz «Grüner Infrastrukturen» entstehen Synergien, die Wasser und Landschaft wieder vereinen. Tor di Valle weist Elemente von grossem Interesse auf: Es ist Teil des ökologischen Korridors des Flusses Tiber und enthält zudem historische und archäologische Elemente. Der neue Flusspark kombiniert die traditionellen Elemente des römischen öffentlichen Raumes mit der Moderne. Eine Promenade vor dem Stadion garantiert maximale Erreichbarkeit und Durchlässigkeit der privaten Sektoren. Ausserdem wird man von dort aus eine gute Aussicht auf die Flusslandschaft haben. Das Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen und ausgewogenen offenen Raumes. Grüne Infrastrukturen in Form von neuen, gut zugänglichen öffentlichen Plätzen dienen der direkten Vernetzung von Stadt- und Flusslandschaft.

NQC – Cornaredo New Quartier in Lugano
(laufend seit 2004)

Seit Juli 2012 ist durch die Eröffnung des drei Kilometer langen «Vedeggio – Cassarate»-Tunnels der nördliche Teil Luganos direkt mit der Autobahn verbunden. Dadurch wurden für das Cornaredo-Viertel neue Entwicklungsperspektiven möglich. Das neue Cornaredo-Viertel wird mit seinen rund 1 Million Quadratmeter zum Vorzimmer Luganos. Durch diese neue Strassenverbindung wurde eine wichtige Infrastruktur geschaffen, vom Park & Ride für Pendler bis zu dem in diesem Zusammenhang neu geschaffenen System von Fahrrad – und Fusswegen durch neue Grünanlagen.

Die Welle in Frankfurt am Main (D)
(2014 bis 2016)

Das Entwurfskonzept zur «Welle Frankfurt» lässt einen ganzheitlichen Raumkörper entstehen, der über den «Wellenpark» eine neue, differenziert erlebbare Identität im bestehenden Gebäude-Ensemble schafft. Die besondere stadträumliche Lage des Planungsgebietes in direkter Nachbarschaft zur «Alten Oper» und die Nähe zum Stadtkern verlangen eine Neugestaltung der freiräumlichen Anbindungssituation, um der derzeitigen Isolation des Innenbereichs aktiv entgegenzuwirken. Hier wird die «Welle» als Teil eines städtebaulichen Gesamt-Ensembles gesehen, das über das Areal hinausgreift und in einem gesamträumlichen Bezug zu seiner Umgebung steht. Der Freiraum-Entwurf entwickelt sich durch die konzeptionelle Verschmelzung ausgewählter Materialien, Formen und der Nutzung einer Atmosphäre der Dynamik zwischen Dichte und Weite. Dies lässt eine Gestaltung entstehen, an der die neue Freiraum-Zonierung Glory, Joy und Chill wie selbstverständlich erlebbar ist. Als Versinnbildlichung der Dynamik und des internationalen Gestaltungs- und Wahrnehmungs-Standards fliesst im Innenbereich der «Wellenpark» als urbane, grüne Landschaft durch den Raum und überhöht die Architekturskulptur vom Büro Schneider / Schuhmacher in Frankfurt.

PII Bicocca in Mailand (I)
(1994 bis 2010)

Die Bicocca-Intervention begann im Jahr 1994 im Nordosten von Mailand auf einer Gesamtfläche von 680 000 m². Fast während des gesamten 20. Jahrhunderts stand auf diesem Gebiet die Pirelli-Fabrik. Die neue Freiraumgestaltung basiert auf einer Neustrukturierung von Plätzen und Gärten. Sie bilden eine Abfolge von öffentlichen Räumen, welche die Vollendung und zugleich eine neue Interpretation des rechtwinkeligen Layouts der industriellen Siedlung darstellen. Eine neue, von Bäumen gesäumte Achse verbindet die Stadt mit einer beträchtlichen Menge an neuen öffentlichen Räumen. Der Kirschbaumhügel (Collina dei Ciliegi), der auf dem Gelände des ehemaligen Pirelli-Werks gebaut wurde, ist einer dieser Räume und bietet Aussicht auf die Stadt und die Berge der Lombardei. Der Hügel liegt erhaben über der Ebene und gibt den Blick auf den neuen Universitätsplatz frei, wo sich der neue Campus der «Università Statale» angesiedelt hat. Direkt daneben befindet sich ein breiter Platz mit Blick auf das Theater von Arcimboldi, der an die Grünflächen der Esplanade sowie an die Nachbargärten entlang der Nebenstrassen angeschlossen ist.

Stadio della Roma
Stadio della Roma
PII Bicocca
PII Bicocca
Die Welle
Die Welle
NQC
NQC
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