Konzentration auf das Wesentliche

In der nordbadischen Gemeinde Meckesheim haben der Architekt Peter Roggenbau und die Kindergartenleiterin Julia Berli in Abstimmung mit Bürgermeister Brand pädagogischen Ansatz und zeitgemässe Architektur in Einklang gebracht.

Der L-förmige Kindergartenneubau entstand in der Ortsmitte. (Foto: Architekt Dipl.-Ing. Thomas Link)

Der L-förmige Kindergartenneubau entstand in der Ortsmitte nach dem Abriss des bisherigen Gebäudes. Die Ausführung des Betons in der Qualität SB2 spart zum einen Budget und zum anderen ergibt sich daraus ein natürlich wirkendes Oberflächenbild mit Lunkern und Poren. Wenige auffällige Stellen wurden durch die Oberflächenspezialisten der PSS Betonkosmetik durch gezielte Retuschemassnahmen dem Gesamtbild angepasst. Da die spielenden Kinder in ihren Abläufen frei sein sollen, sind die offenporigen und saugfähigen Betonwände mit der Hochleistungsimprägnierung «faceal Oleo HD» imprägniert worden. «Der öl- und wasserabweisende Schutz der PSS Interservice ist so gut, dass selbst Butterfinger oder das fettbasierte Abfingern den Sichtbetonwänden nichts anhaben kann», beschreibt Peter Roggenbau. Auch wasserbasierte Verschmutzungen lassen sich dann mit einem feuchten Mikrofasertuch einfach abwischen.

Aufgrund ihrer schutzabweisenden Oberflächenbehandlung mit der «faceal»-Hochleistungsimprägnierung sind die Wände geschützt. (Foto: Barthel Fotografien)

Tragkraft und Stabilität

Im gesamten Gebäude befinden sich reduziert gehaltene Räume mit überwiegend Sichtbetonwänden. «Anfangs ernteten wir Kritik,» erzählt Julia Berli, «doch nach der Öffnung und Nutzung des Hauses haben erst die Eltern und nach und nach Nachbarn und Bürger das Raum- und Pädagogikkonzept sowie dessen Ausgestaltung verstanden.» «Die Betonwände signalisieren Tragkraft und Stabilität und dienen als Speicher für Kälte/Wärme und Feuchtehaushalt des Raumklimas», betont Peter Roggenbau. Aufgrund ihrer schmutzabweisenden Oberflächenbehandlung mit der «faceal»-Hochleistungsimprägnierung können sie in die täglichen Abläufe des Kindergartens einbezogen werden. Ein typisches Bild in den Bewegungsstunden ist: Die Kinder rennen und lassen ihre Hände entlang der samtweichen Betonwand gleiten. Beim Benutzen des Klettergerüsts können die geschützten Betonwände angefasst werden, in den Atelierräumen sind sie aufgrund des «oleo»- und hydrophoben Oberflächenschutzes gegen das Eindringen von Farben wie aus Stiften dauerhaft geschützt.

pss-interservice.ch

Im gesamten Gebäude befinden sich reduziert gehaltene Räume mit überwiegend Sichtbetonwänden. (Foto: Architekt Dipl.-Ing. Thomas Link)
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