Hinterlüftete Fassaden

Nebst architektonischer Gestaltungsfreiheit bieten hinterlüftete Fassaden auch Möglichkeiten für optimierte Wärmedämmsysteme.

Wärmedämmsysteme grafik
Nebst architektonischer Gestaltungsfreiheit bieten hinterlüftete Fassaden auch Möglichkeiten für optimierte Wärmedämmsysteme.
Der Schweizerische Fachverband für hinterlüftete Fassaden (SFHF) will die Vorteile moderner, hinterlüfteter Fassaden (VHF) dem Architekten, dem Planer, dem Verarbeiter und dem Bauherrn näherbringen und deren Fachwissen darüber durch Informationen, Fachberatungen und Fachtagungen kontinuierlich steigern. Er erarbeitet Richtlinien und Empfehlungen und berät die SIA-Kommission.Nebst architektonischer Gestaltungsfreiheit bieten hinterlüftete Fassaden auch Möglichkeiten, optimierte Wärmedämmsysteme zu implementieren, neuerdings sogar in Kombination mit Photovoltaik in der Fassade. Ein tiefer Energieaufwand dank minimiertem Wärmefluss – im Winter von innen nach aussen und im Sommer in umgekehrter Richtung – ist in Zeiten der vertieften Klimasensibilität fast schon ein Muss.

Ein weiterer Punkt, der für die VHF spricht, ist der Schallschutz. Die hohe Absorbtionsfähigkeit mineralischer Dämmstoffe in Verbindung mit Bekleidungen, die eine gewisse Eigenmasse aufweisen, ist, schalltechnisch gesehen, ein grosser Vorteil.

Und last, but not least sind VHF-Systeme robust und langlebig – praktisch ohne Schadenanfälligkeit und wartungsfrei. Das ist die direkte Folge der konstruktiven Trennung von Bekleidung und Dämmung, die erst noch einen ausgezeichneten Witterungsschutz garantiert. Und nach einer langen Lebenszeit kann eine hinterlüftete Fassade in Einzelteilen abgebaut und recycelt werden.

Aktuelle Entwicklung

Zirka 20 Prozent aller Gebäude in der Schweiz werden mit VHF- Systemen eingekleidet, Tendenz steigend. Derzeit liegen Faserzement, Verbundwerkstoffe und Blech jeglicher Form im Trend. Auch Fassadenbekleidungen aus Terrakottaprodukten bieten derzeit viel Raum für Kreativität. Seit einiger Zeit können zudem Projekte mit Photovoltaikfassaden realisiert werden, da die Module selbst zusehends attraktiv gestaltet werden können. Wir stellen auch fest, dass immer wieder verschiedene Materialien miteinander kombiniert und dreidimensional angeordnet werden.

In der Schweiz gibt es aber auch einen grossen Bestand an Altbauten, die dringend energetisch und / oder optisch erneuert werden müssen. Dafür eignet sich das System der vorgehängten hinterlüfteten Fassade hervorragend.

Heutzutage dienen Fassaden nicht mehr nur als Schutz vor dem Wetter, sondern sind zunehmend auch ein funktionelles Element zur Energiegewinnung, Werbefläche oder werden zur Beschattung genutzt.

Letztlich geht es immer darum, Bauherren und Investoren ökonomisch und ökologisch optimierte Lösungen anbieten zu können, der Architektur den grösstmöglichen Gestaltungsfreiraum zu bieten sowie Planer und Fassadenbauer fit zu machen für eine fachgerechte Ausführung. Der SFHF hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft der VHF massgeblich positiv zu beeinflussen.

sfhf.ch

Konstruktionsaufbau der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden.

1 Tragwerk

2 Wärmedämmung

3 Hinterlüftungsraum mit Luftstrom

4 Unterkonstruktion aus Metall / Holz

5 Fassadenbekleidung

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